Mittwoch, Juli 08, 2026

Ich hab’s getan – eine Wohnung gekauft (Fortsetzung XII und Schluss)

 „Die Wende“ nannte ich das Auftauchen eines Anwalts in meinem Blogeintrag vom 14.10.2023. Ein Anwalt, der von einem ehemaligen General empfohlen worden war. Hier nun die Fortsetzung und der Schluss:

Wir schöpften zaghaft Hoffnung.

Der Anwalt studierte unsere Dokumente und jene von S. Während unserer zahlreichen Besprechungen stieg unsere Zuversicht. Tatsächlich zeigten sich innerhalb weniger Tage erste Erfolge:

Wo immer dieser Anwalt hinging, öffneten sich Türen.

Wir erstatteten bei der Wasserfirma Anzeige und der Präsident persönlich nahm sie entgegen: Eine Anzeige wegen krimineller Handlung werde sofort an die Polizei gehen.

Im Visabüro wurden wir sofort zum Captain vorgelassen. Ich schämte mich, als ich an den Dutzenden von Wartenden vorbeiging. Normalerweise war ich jene, die da sass und Antragsteller in beanzugter und kravattierter Begleitung mit dem Blick verfolgte, wie sie ohne langes Warten direkt ins Büro des Captains gingen. Zwischen Tür und Angel hörte ich, wie unser Anwalt mit „Richter“ angesprochen wurde. So? Auf meine Frage bestätigte er mit einem Grinsen.

Während einer unserer Sitzungen rief einer unserer ägyptischen Leidensgenossen  an, sie wollten eine Sitzung mit allen Wohnungseigentümern im Compound einberufen. Wie das??? Als wir dazu einberiefen hatten, zeigte niemand Interesse. Sie wollten am Nachmittag zur Wasserfirma gehen und Anzeige erstatten.

Wir seien jetzt aber nicht verfügbar, da wir dabei seien, unsere Konsulate zu informieren. Das Wort „Konsulat“ ruft in hiesigen Kreisen Ehrfurcht hervor, obwohl die Landesvertretungen in Wirklichkeit keinen Finger krümmen, wenn jemand in Schwierigkeiten (ausser gesundheitlichen) ist. Jedenfalls wollten sich die Ägypter plötzlich uns anschliessen.

Später informierten wir sie, dass am Nachmittag ein Anwalt des Konsulats ins Compound kommen werde. Zufällig war der Poolman da. Diesen falschen Typen hatte ich von Anfang an nicht ausstehen können. Unser „Konsul“, der Anwalt, schüttelte mit ihm freundlich die Hände und tauschte ganz nach hiesigen Gepflogenheiten Höflichkeiten aus.

Und siehe da: Endlich kam Bewegung in die verfahrene Situation. Als ich kurz vor 19 Uhr vor dem Haus eine Lieferung in Empfang nahm, sah ich einen riesigen Tankwagen mit Anhänger vorfahren. Einen Moment lang war ich baff. Vorgestern hatten wir mit einem Tankwägelchen nur 16 Tonnen Wasser erhalten, das Vehikel hier brachte ein Vielfaches davon!

Im selben Moment, als ich SM anrufen wollte, kam er mir zuvor und rief mich an: S. habe die Ägypter (die während der vergangenen Wochen vergeblich versucht hatten, ihn zu erreichen) zurückgerufen. Offensichtlich hat der Poolman die Information weitergegeben. S. wolle alles zurückzahlen, wir sollten die Konsulate zurückpfeifen. – Genauso war die Reaktion vom Anwalt geplant gewesen.

„Nein, geht nicht, läuft schon!“, war unsere Antwort. - Eine Finte!

So verlief das „Spiel“ – vorübergehend – zu unseren Gunsten. Die Wasserleitung wurde repariert. S. versprach erneut, er würde uns unsere Einlagen zurückbezahlen. Er wolle alle Probleme aus dem Weg schaffen.

Wir hatten dem Anwalt eine ansehnliche Summe gegeben, um „Türen zu öffnen“. Als das Wasser wieder floss, sollten die anderen Mitbesitzer auch Geld locker machen. Dazu kam es leider nicht.

Spätabends entdeckte ich, dass S. sich in seine Wohnung  geschlichen und die Vorhänge zugezogen hatte. Normalerweise war alles hell erleuchtet und der TV lief für alle unüberhörbar, wenn er da war. SM und ich steigen aufs Dach, um seinen Wasser- und Stromzugang zu kappen – es gelang nicht.

Mir war mulmig. Etwas fühlte sich komisch an.

Und prompt kehrte die Lage wieder. S. schrieb den Ägyptern, dass er Besitzer des Gebäudes sei und dass sie ihn als Präsidenten der STWEG wählen müssten. Er drohte also wieder.

Mit dem Schlauch am Pool liess er stundenlang Wasser in den Pool, machte sich am Elektrokasten zu schaffen und unterhielt sich lauthals mit dem Poolman.

Am Abend dann entdecken wir: Kein Strom im Aussenbereich und Pool. Schwacher Wasserdruck in der Dusche. Meine Kollegen suchten mitten in der Nacht nach einer Lösung.

Nun war klar, weshalb er diese Show am Pool abgezogen hatte. In der Dunkelheit wurde dann die Wasserleitung wieder durchtrennt, davor hatte S. noch den Tank geleert.

Unser Anwalt liess alles stehen und liegen, sogar sein soeben verunfalltes Auto, und raste mit einem Auto eines Polizeigenerals (mit schwarzer Nummer) zu uns. Beim Anblick der schwarzen Autoschilder, windet sich etwas in mir. Zu viel weiss ich über das Land.

Aber diesmal war es ein gutes Zeichen, dass so ein Auto dastand. Wir diskutieren. Der Anwalt informierte auch die Ägypter. Er informierte uns über seine Recherchen: Gegen S. und seinen Bruder laufen Untersuchungen, wie sie zu all ihren Villen gekommen waren. Ob uns das etwas nützen würde?

SM versuchte S. anzurufen – der antwortete nicht. – Plötzlich tauchte er auf und verschwand in seiner Wohnung. SM rief wieder an – ebenso erfolglos. Wir warteten, diskutierten.

Um halb drei gingen unser Anwalt und Ahmed Q. zu S. Ich informierte währenddessen unsere russischen Nachbarn und fragte, wie lange sie noch zusehen wollten, bis sie endlich einen Übersetzter nähmen, der mit unserem Anwalt redete.

Nach zweieinhalb Stunden kam unser Anwalt wieder zu uns. Er habe S. vor allem zugehört, ihm nicht mitgeteilt, wer er sei. Wir kämen aus diesem Schlamassel nur mit der Gründung einer STWEG heraus. Die Ägypter waren nun endlich auch auf unserer Seite. Die Russen liessen uns im Stich: kein Visum, kein Geld = keine Vollmacht an den Anwalt. Ähnlich meine Schweizer Nachbarin und mein deutscher Nachbar. Es braucht viel Geld, um etwas bewegen zu können. Und Mut. Die Situation war schrecklich: Ohnmacht, Ausgeliefertsein, Hilflosigkeit.

SM drehte durch, stieg aus, hatte die Schnauze voll. Seine Frau griff zu einem Messer und wollte zu S. hinüber – die Männer konnten sie nur mit Mühe festhalten.

S. hatte den Zugang zum Dach mit Eisenstangen verriegelt, SM und O. haben die Dinger wieder aus der Verankerung geschlagen. Ein anderer Russe verprügelte einen Handwerker, der am Strom herumfummelte.

Am nächsten Tagen trafen sich die Ägypter mit unserem Anwalt. Sie seien nun auch bereit, Vollmachten für den Anwalt auszustellen und sich finanziell zu beteiligen. Der Wendehals N. tauchte auch auf und erzählte S. alles brühwarm.  So wussten wir wenigstens, wer der Verräter war.

Für einige Zeit müssten wir Wasser per Tankwagen beschaffen. Wenn der Anwalt genügend Schmiere in den Händen habe, könne er sich nochmals um die Reparatur der Wasserleitung und die STWEG einsetzen. Und dann würden die Anklagen folgen.

Ich war nicht mehr dabei, ich musste packen.

Am 25.10.2023 flog ich heim, um eine neue Arbeitsstelle anzutreten, um mich vorübergehend in ein anderes Leben zu quetschen und um Geld zu verdienen. Dafür war ich alles andere als optimal vorbereitet.

Kaum zu Hause, erreichte mich auf WhatsApp die Frage meines russischen Nachbarn O. nach der Telefonnummer unseres Anwalts. War ich froh darüber!

Und SM hielt mich regelmässig auf dem Laufenden. Ahmed Q. hat den Russen die Situation übersetzt und nun sind sie auch im Boot. Sogar mein deutscher Nachbar M. ist dabei.

Wenige Tage später erhielt ich Bilder, wonach auf dem Dach eine Türe eingebaut worden war. Auch die haben SM und O. wieder aufgebrochen!

Im November endlich hatte unser Anwalt eine zweite Stromkarte erhalten, damit der Allgemeinstrom aufgeladen werden konnte.

Im März und November 2024 verbrachte ich jeweils zwei Wochen „Ferien“ in meiner Wohnung. Die Lage drehte sich mal zu unseren Gunsten, dann mal zu Gunsten von S. Wir wurden erpresst, zusätzlich monatlich die Summe X für Unterhalt zu bezahlen. Meine Nachbarin und meine Freundin, die sich beide während meiner Abwesenheit um meine Wohnung kümmerten, berichteten mir im November 2024, dass aus dem Wasserhahn kein Wasser komme. Mir graute. Ich kontaktierte dann einen Nachbarn und bat ihn, dem Doorman eine Summe Geld anzubieten, damit er die Wasserleitung öffnen würde. Das klappte.

Inzwischen hatten meine italienischen Nachbarn die Wohnanlage verlassen. Völlig verzweifelt und im Glauben, ihre Investition verloren zu haben.

Ich bat eine Immobilienmaklerin, meine Wohnung zu verkaufen. Diesen Druck, Angst und Panik konnte ich nicht mehr ertragen.

Als ich dann im Frühling 2025 erneut dort war, erfuhr ich, dass nicht nur die Italiener, sondern noch andere Nachbarn ihre Wohnungen verkauft hätten. Es waren meine letzten Ferien in meiner mit so viel Liebe eingerichteten Wohnung.

Im Juli letzten Jahres erhielt ich von der Maklerin die Anfrage, ob meine Wohnung noch zu haben sei, sie habe einen Interessenten. Es vergingen genau 15 Tage vom Zeitpunkt der Anfrage bis zur Unterzeichnung der Verkaufsdokumente!

Fünfzehn Tage voller Stress und Unsicherheit. Die gleiche Achterbahn von Gefühlen, die ich beim Kauf hatte und erneut nach wenigen Monaten, als die ersten Zahlungsforderungen eintrafen und weit und breit kein Doorman vorhanden war.

Ich vermisse diese Wohnung sehr. Ich vermisse auch meine engsten Nachbarn. Zugleich bin ich unbeschreiblich erleichtert, dass ich all die Probleme los bin. Angenehm wäre es dort noch aus einem anderen Grund nicht mehr: S. hat zwei weitere Stockwerke hinzugefügt. Durch die Höhe des Gebäudes kommt die Sonne nicht mehr in den Innenhof und an den Pool. Ganz zu schweigen vom Lärmpegel bei doppelt so vielen Mietern/Besitzern.

Der Verkauf liegt genau ein Jahr zurück und ohne auf weitere Details einzugehen, schliesse ich dieses aufreibende Thema auf meinem Blog ab.  Die kriminellen Episoden hätten nur in einem Buch Platz.

Zur Erinnerung:

 








Samstag, Dezember 21, 2024

Marc* und seine Heimat

Der einzige Moment, wo ich momentan zum Schreiben komme, ist die Schreibwerkstatt. Sie findet einmal im Monat statt. Vor zehn Tagen überraschte mich das Los mit wunderschönen, liebevoll gefertigten, roten und grünen Christbaumkugeln aus Karton als Inspiration. Ich hatte sofort eine Idee, doch bis ich diese zu einem sinnvollen Text verbinden konnte, kritzelte ich Gedanken auf eine Mindmap und brauchte weitere Zeit, um das, was in meinen Kopf stürmte, in einen kleinen Text zu verknüpfen. Diesen Text möchte ich mit euch teilen.

Über Mittag esse ich oft in einem Nebengebäude, wo uns eine Küche zur Verfügung steht. Dort treffe ich regelmässig Marc. Er war es, der mich an meinem ersten Arbeitstag mit einem „صباخ الخير „ begrüsste und mich für Sekunden sprachlos machte. Was passiert da? Warum Arabisch? Wie ist das möglich? Wo bin ich denn jetzt?

Trotzdem antwortete ich mit „صباخ النور „ – die Erwiderung auf den Guten-Morgen-Gruss in Arabisch. Erst einige Tage später trafen wir uns zufällig beim Mittagessen in der Wohnung. Der anfängliche Small Talk wich sehr bald tiefgründigen Diskussionen.

Mein Kollege stammt aus einem Land, das es nicht mehr gibt: aus Assyrien. Er spricht Assyrisch und Aramäisch – die Sprache, die Jesus sprach – und noch acht Sprachen.

Seine Familie, seine Gemeinschaft wurde von den Osmanen vertrieben und floh in alle Welt. Wenige blieben, verkauften Hab und Gut zu Spottpreisen, um der Enteignung zu entgehen.

Unsere Mittagspausen dauern nicht lang genug, um alle Themen, die uns beschäftigen, intensiv zu erörtern: Geopolitik, Geschichte, Philosophie, Psychologie, die Liebe zu Sprachen und unsere Zukunftspläne.

Ich möchte reisen und schreiben – er möchte noch weitere Sprachen lernen und seine bestehenden Sprachkenntnisse verbessern. Ein Grund dafür ist, dass er seine Kultur und Muttersprache den Jungen weitergeben möchte.

Ich fragte ihn, wo er denn Arabisch lernen wolle und welches Arabisch. Er erwiderte, in der Levante, Libanon oder Syrien. Dort spreche man seiner Meinung nach das schönste Arabisch.

Vor vier Wochen sprachen wir wieder über unsere Zukunftspläne und dass es nicht mehr viel Sinn mache, Pläne zu schmieden. Trocken bemerkte er: „Aus meinem Aufenthalt in einem Kloster in Syrien wird auch nichts.“ Sein Schwiegersohn komme aus Idlib. Die Situation dort sei sehr schwierig.

Ich musste gestehen, dass ich zu jenem Zeitpunkt nicht ganz auf dem Laufenden war.

Als wir uns eine Woche später wieder sahen, wusste ich mehr. Oft schon hatten wir über die Entwicklungen in der Region des Zweistromlandes, seiner Heimat, und der Levante diskutiert. Uns ist beiden klar: Dort wird es nie Frieden geben. Wir wissen auch, weshalb.

Nochmals eine Woche später steht Syrien vor dem Zerfall. Seine Urheimat liegt nur wenige Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. Kurden und Christen fliehen vor den Dschihadisten. Einmal mehr. Schutzlos. Den fremden Söldnern ausgeliefert.

Daran erinnert mich der herzige und liebevoll gestaltete Christbaumschmuck. Beinah möchte ich mich für meine Gedanken schämen. Ich habe wohl zu lange über den Tellerrand geschaut und kann nicht anders, als von der „anderen“ Seite zu erzählen.

Ich wünsche euch Allen friedliche Weihnachten 

und ein glückliches, gesundes 2025.

 

*Name geändert.

Mittwoch, April 17, 2024

Kurzaufenthalt in Hurghada

Die Türe geht auf und eine weibliche Stimme ruft konsterniert „Welcome to Egypt!“. Aus meiner Toilettenkabine heraus erwidere ich „Exactly!“.

Frappant springen dem Reisenden die Unzulänglichkeiten ins Auge: Ungepflegt, unsauber, unordentlich. Hurghadas  Flughafen nennt sich immerhin international und Ägypten lebt zu einem grossen Teil vom Geld der Touristen, will die Ankünfte sogar steigern. Aber an der Basis, an den einfachsten Leistungen fehlt es noch immer. Mildernd mag gelten, dass es morgens um zwei Uhr war und Ramadan. Aber die Schweinerei, die sich dem Fluggast gleich nach Ankunft bietet, ist nicht verzeihbar. 

Mittwoch, Januar 31, 2024

Lebenszeichen aus der Heimat

Drei Monate liegen hinter mir, seit ich im Flugzeug einige wenige Etappen meines Lebens in Ägypten, die mir beim Blick vom Himmel so in den Sinn kamen, gedanklich zusammenfasste.

Die ersten zwei Monate hier fragte ich mich, wie ich das durchhalten sollte und wozu. Ich war ausgelaugt. Es gab Abende, da legte ich mich nach der Heimkehr auf den Teppich und blieb eine Viertelstunde reglos und kraftlos liegen. Ich wollte niemanden sehen, mit niemandem reden und bin weder ausgegangen, noch habe ich Freunde getroffen. Dabei hatte ich mir mein Leben hier etwas anders ausgemalt.

Donnerstag, Oktober 26, 2023

Abschied

Mein Blick gleitet über die Landschaft unter mir.

Die Strassen Hurghadas, durch die ich mit meinem Auto rollte, Die Zufahrts- und Ringstrassen, die mir Ausfahrten auf dem Rennrad erlaubten. Begegnungen mit anderen Radfahrern, durch die Freundschaften entstanden und sich wieder verloren. Mit erstaunten Autofahrern, die mich fotografieren wollten oder mich beinah umfuhren. Mit den risikofreudigen Minibussen, die sich an keine Verkehrsregeln halten. Mit Schwertransportern, die mir zuhupten und gratulierten.

Unter mir liegt die Küste mit dem Wasser, das mit seinen Farbtönen von smaragd zu tiefblau entzückt, heute noch, wie vor 15 Jahren. Da unten liegen auch die Riffe, an denen ich schnorchelte.

Die Küste des Sinais schieben sich in mein Blickfeld, die Zacken der Berge strecken sich über den gelben Sand. Dort bin ich die Küste entlang gefahren, von Sharm nach Suez, in die Berge nach St. Kathrin, über die Nahl-Strasse nach Taba. Ich bin im Golf von Aqaba geschnorchelt, in Nuweiba habe ich tiefen Schlaf in einem Camp genossen. Ich war in den Bergen und in Dahab.

Samstag, Oktober 14, 2023

Ich hab’s getan – eine Wohnung gekauft (Fortsetzung XI)

Zwei extrem anstrengende Wochen liegen hinter uns. Doch jetzt fühle ich mich etwas besser und ruhiger.

Ich hab’s versprochen und ich halte mein Wort. Ich erzähle euch, was da passiert ist, weshalb wir die Polizei riefen, einen Anwalt engagierten und dann unsere Anzeige zurückzogen.

Von der Drohung

Im August wurde uns ein Schreiben des Besitzers der Wohnanlage zugespielt. Zugespielt, denn er kontaktiert uns nie direkt, sondern via Doorman. Darin verlangt er monatliche Zusatzzahlungen zur Deckung der Unterhaltskosten.

Geht nicht, denn wir alle haben 10% des Kaufpreises für Unterhalt für immer („life time“) bezahlt. Das bedeutet eigentlich, dass wir niemals irgendwelche weiteren Kosten übernehmen müssten, auch nicht bei einer Renovation oder einem Ersatz, wie z.B. eines Motors.

In diesem Schreiben listet S., der Besitzer der Wohnanlage, auf, welche Ausgaben monatlich zusammenkommen und wie viel der Zins unserer Einlagen abwerfe. Wenn wir nicht zustimmen, müsse er die Unterhaltsleistungen reduzieren.

Samstag, Oktober 07, 2023

Ich hab's getan - eine Wohnung gekauft (Fortsetzung X)

Das Recht des Stärkeren.

Meine Nachbarn haben Informationen eingeholt. Auch wenn "Niemand über dem Gesetz steht", wie der Anwalt so schön sagte, sich mit mafiosen Strukturen anzulegen ist selbstzerstörerisch.

Fast gleichzeitig erhielt ich ähnliche Informationen.

Wir sind im Recht, es geht um eine kriminelle Handlung und doch: Wir sind machtlos. Als Europäer ist das verdammt schwierig zu schlucken, Ägypter sind sich darin geübt.

Anklage zurückgezogen, denn unsere Energie hat Grenzen.

Wie versprochen folgen Details später.