20. Januar 2015

Unerwarteter Besuch

Oder: als „Landei“ im Polizeistaat

Irgendwann musste das ja mal kommen. Anderen ist es auch geschehen. Viele Horrorgeschichten habe ich davon gehört: Frauen wurden spärlich bekleidet auf die Strasse gezerrt oder (gemischte, unverheiratete) Paare wurden um Mitternacht oder früh morgens in der Wohnung überrascht.

Heute war unsere Wohnanlage Ziel der Polizei. Als ich um 11 Uhr vormittags von der Stadt zurückkam, standen da mehrere Soldaten mit Gewehren und über ein Duzend Männer mit Sonnenbrillen auf der Nase und Handys am Ohr. Ich „rieche“ schon fast, dass das die Polizei ist. Unseren Sicherheitsmann nach dem Grund gefragt, antwortet er, dass die Polizei nachschaut, wer hier wohne.

Fünfzehn Minuten später klingelt es bei mir an der Wohnungstüre. Einer unserer Handwerker steht da mit fünf oder sechs von den Figuren, die ich einfach nicht mag. Höflich fragen sie nach dem Pass. Ich bitte um einen Moment Geduld und schliesse die Türe wieder. Mit meinem Pass in der Hand bittet einer, die Wohnung betreten zu dürfen. Ich befürchte schon, dass alle miteinander rein wollen und meine dann, zwei seien aber genug! Schuhe abputzen können sie nicht. Schlimmer aber empfinde ich, dass sogar Schubladen im Schlafzimmer geöffnet werden. Ob ich alleine lebe? Ob ich arbeite? Wovon ich denn lebe? Wie lange ich hier schon arbeite? Ob ich eine Passkopie habe? Ich antworte in Arabisch. Weshalb ich denn Arabisch könne?

Einer der Männer, die draussen gewartet haben, bedankt sich höflich auf Englisch. Ich schliess innerlich zitternd und ziemlich durcheinander die Tür.

Ja, ich bin durcheinander, obwohl ich weiss, dass die Polizei jederzeit und überall zu erwarten ist. Obwohl ich weiss, dass vor vier Tagen ein Anschlag auf die Hauptstromleitung erfolgte und wir deshalb vier Stunden lang ohne Strom waren. Obwohl ich weiss, dass sich eine unbekannte Anzahl von Terroristen im Land tummelt. Obwohl ich weiss, dass die Behörden gegen inländische und importierte Prostitution, gegen illegal hier Lebende Ägypter und Ausländer, und andere Randmenschen vorgeht. Ich weiss auch, dass Ägypten ein Polizeistaat ist. Aber ich bin ein „Landei“, komme aus einer sogenannten „heilen Welt“, wo es Prostitution in Filmen und Terroristen im Fernsehen gibt.

Meine Bekannten mit und ohne Anwalt und mein Anwalt (hier hat offenbar jeder einen!) haben mich besänftigt. Die Polizei sucht. Es war die Kriminalpolizei, die kommen immer in zivil. Sie hätten mich sofort mitgenommen, wenn etwas nicht in Ordnung gewesen wäre. Und überhaupt wissen sie eh alles von uns. Polizeistaat.

Was den Anschlag auf die Hochspannungsleitung betrifft, haben sie mehrere Verdächtige festgenommen, berichtet eine Online-Zeitung. Von Wohnungsdurchsuchungen berichten sie nichts.


18. Januar 2015

Raus aus der Stadt

Mein Auto erlaubt mir, endlich mal einige hübsche Plätzchen in der näheren Umgebung zu besuchen. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis und meinem Rennrad war es einfach nicht möglich oder zu umständlich, dahin zu kommen.

Sahl Hasheesh
Bekannt ist das Resort für seine wunderschöne, windgeschützte Bucht mit klarem Wasser, herrlichen Stränden und exklusiven Hotels und Appartements. Etwas abseits habe ich Ruhe und keine Menschenseele angetroffen:





Fish Farm El Gouna
Schon lange wollte ich die Fish Farm besuchen und als ich endlich hinkam, war ich entzückt! Es ist eine kleine „Oase“ mit viel wohltuendem Grün. Mehrere Fischteiche sind durch Kanäle miteinander verbunden. Eukalyptus, Akazien und Mangroven schenken wie ein riesiger Schirm viel Schatten. Gänse schnattern munter und watscheln von Teich zu Teich – oder jagen den Kindern nach. Der Wärter hat mir Schildkröten, einen Hasen (der den Sommer wohl nicht erleben wird) und Meerschweinchen gezeigt. In einem Turm neben dem Grillplatz hausen weisse Tauben. Stühle aus Palmwedeln sowie Tische und Bänke laden zum Verweilen ein. Ich bin andächtig herumgewandert und habe die Stille und das Grün auf mich wirken lassen – und dazwischen habe ich mich auf einer Schaukel in den Wind heben lassen!








13. Januar 2015

Im Dschungel der Bürokratie

Eigentlich wäre es ganz einfach. Ich habe ein Auto gekauft und möchte es auf meinen Namen einlösen, also das Fahrzeug anmelden und ein Nummernschild samt Fahrzeugausweis erhalten. Normalerweise dauert das in meiner Heimat eine Stunde.
In Ägypten ist das ein bisschen anders.

Phase 1:
Informationen über die Anforderungen und den Ablauf habe ich mir schon früh geben lassen… bis mir eine Freundin sagte: „du kannst mit einem Touristenvisum kein Auto auf deinen Namen anmelden“. Ich müsste hier entweder Besitz haben oder mit einem Ägypter verheiratet sein (oder halt mein Auto „offiziell“ auf den Namen eines „Freundes“ registrieren lassen).  Irritiert habe ich von neuem angefangen, Informationen einzuholen – und niemand hat alles gewusst, jeder hat etwas anderes gesagt. Zuerst war mir mulmig… dann sagte ich mir, irgendwie wird es schon gehen.

Dann war das Auto da. Ich habe bezahlt. Das Auto blieb im Schaufenster, bis die Papiere über den Verkauf vom zentralen Verkehrsamt in Kairo genehmigt und mit Unterschriften und Stempeln versehen zurückkamen. Das dauerte zwei oder drei Tage. Danach hätte ich das Auto beim Verkehrsamt in Hurghada anmelden können. Einfach also. Fast, zumindest.

Doch wegen meines Touristenvisums war die Prozedur etwas aufwändiger. Mein Anwalt R. klärte in Kairo ab, wie alles abzulaufen habe. Da ich ihn mehrmals fragte, ob er auch sicher sei, holte er noch dieselben Informationen in Hurghada ein – überraschenderweise lauteten diese völlig anders. Eine Wahl blieb mir keine, ich reihte mich ins Prozedere ein und versank im tiefsten Dschungel der ägyptischen Bürokratie:

Verkehrsamt
R. und ich treffen uns an einem heissen Dezember-Sonntag um 10 Uhr früh beim Verkehrsamt in Hurghada. Gezielt steuert R. ein Büro an, wo zwei Herren in Zivil vor einem Laptop und Pult sitzen. Ich eile hinterher und lege meine Kopien auf den Tisch (je drei vom Pass, vom Visum und vom Mietvertrag), während R. erklärt, was unser Anliegen ist. Eine vierte Kopie wird verlangt – die habe ich nicht, davon hat mir R. nichts gesagt und er wusste davon auch nichts. Weshalb ich nicht lächle? Ich erkläre dem Beamten, dass ich versuche, das Gespräch in Arabisch zu verstehen – und schicke ein Lächeln hintennach. Beides freut ihn. Raus aus dem Büro, hinaus auf den Parkplatz, wo ein Dutzend winzige Baracken Dienstleistungen und Waren anbieten, ein „Coffeeshop“ und ein Kopiergerät stehen. Der zahnlose, alte Mann erklärt, dass grad Stromausfall ist. Ratlos sehen wir uns an: der nächste Kopiershop ist 20 Minuten entfernt. Warten? Geht nicht. Aus den prognostizierten 10 Minuten können in Ägypten locker zwei Stunden werden. Retour ins Büro und bitten, ob wir die Kopien später nachliefern können? Drinnen ist nämlich auch Stromausfall – weshalb hat uns denn der Beamte hinaus geschickt? Ich schaue mich im Büro um: es ist bis auf zwei einfache, uralte Pulte leer; doch die Wände sind mit wunderschönen Malereien in Weinrot auf hellgelbem Grund dekoriert. Lächeln, schiesst es mir durch den Kopf und ich drücke meine Bewunderung aus – prompt wird mir ein Stuhl angeboten. Aha, und eine Klimaanlage haben sie auch.

R. winkt mir, ich solle kommen. Wir quetschen uns durch die Schalterhalle, wo an die Hundert Galabya-Männer ungefähr anstehen (eben nur ungefähr), sicher aber warten, reden und rauchen. Die Luft ist stickig und es ist heiss. Ich bahne meinen Weg durch die Männer, nütze nichts und suche eine ruhige Ecke, um stehend zu warten. Die Elektrizität kehrt zurück, neben dem Buffet steht ein Kopiergerät und wir lassen eine Kopie machen; der Beamte läuft damit davon. Ich warte wieder. Zwischendurch sitze ich, bis es mir wieder zu heiss wird und ich stehe. Ich warte. Da ich eine Toilette entdeckt habe, nütze ich sie (die kommentiere ich lieber nicht). Ich warte. Wir gehen wieder ins erste Büro, wo plötzlich zwei Polizisten mit Funkgeräten sitzen. Ich warte. R. quetscht sich durch die Wartenden an den Schalter für „Ausländer“. Ich warte. Wir überqueren einen Hof, um in ein anderes Gebäude zu gelangen, wo eine Dame an einem grossen Tisch in ein riesiges Buch hinein schreibt. Der Raum ist kühl und hoch und es stapeln sich viele Dutzend Buchbände und beschriftete Archivschachteln auf einfachen Regalen. Da werden irgendwann auch meine Kopien liegen. Sinnlos. Doch vorerst dienen sie zur Selbsterhaltung eines Systems, das sich, losgelöst vom ursprünglichen Zweck seines Daseins,  von innen her zerfrisst. Zwei Wochen, meint sie und streckt uns einen kleinen Fetzen Papier mit Zahlen darauf zu. Noch zwei Wochen? Ich falle schier in Ohnmacht, denn ich warte schon seit zwei Monaten! Eigentlich vier, denn solange schon suche ich nach einem Fahrzeug. Übrigens hat sich Tage später herausgestellt, dass die Zahlen auf dem Papier falsch waren; das trug zu mehreren Tagen Verzögerung bei.

Staatssicherheit
Kurz nach Mittag verlassen wir das Verkehrsamt und fahren zur Staatssicherheit Stadtteil Dahar. Ein Beamter begleitet uns. Er sitzt mit uns im Auto, hat aber nicht mal gegrüsst. So sind viele: unfreundlich, arrogant; je höher im Rang, umso herablassender.

9. Januar 2015

Kältewelle

Das Wetter spielt auch hier verrückt. In Ägypten erleben wir eine grausige Kältewelle. Am Roten Meer klettern die Höchsttemperaturen auf 17 oder 18°C, morgen Nacht werden grad noch 6°C erwartet. Seit Tagen stürmt es – es fühlt sich ungemütlich an.

In Alexandria hat es vorgestern geschneit, davor gab es Eisregen. In Kairo waren heute 11 Grad – drinnen wie draussen, schrieb ein Journalist.

Quelle: Alexandria Citizen

Quelle: Alexandria Citizen

Quelle: Alexandria Citizen

Es wäre halb so schlimm, wenn die Häuser isoliert wären, wenn es Heizung oder Öfen gäbe und keine Armut, die Menschen nicht im Freien oder in Bretterbuden und Rohbauten hausen müssten. Es gibt hier keine Obdachlosenheime und auch keine Suppenküchen.

Während ich mich mit warmer Kleidung, Decken, warmen Getränken und der Klimaanlage arrangiere, telefoniere ich mit einem Freund in Alexandria. Seine Stimme zittert, er friert. Die Temperaturen dort gehen nicht über 13 Grad, dazu regnet es immer wieder. Strassen sind überschwemmt. Die Häuser dort sind genauso nachlässig und dünnhäutig gebaut, wie überall in Ägypten. Mein Bekannter hat seit drei Tagen nicht geduscht, weil zu allem Pech noch der Wasserboiler kaputt ist und ihm die Zeit fehlt, einen Klempner zu rufen. Sein Vater ist schwer krank, er selbst kämpft mit einer Lungenentzündung.

Vorgestern war ich mit iQ-ontour in der Wüste. Es war eindrücklich und faszinierend, trotz Kälte. Wir kamen um halb neun Uhr abends zurück. Zwei Stunden später fuhr unser Guide, anstatt sich aufzuwärmen und zu schlafen, wieder in die Wüste zurück. Er holte während den folgenden 36 Stunden halb erfrorene Beduinen-Kinder heraus und brachte sie in Hurghada bei Hilfsorganisationen und Beduinen-Familien unter.

Was aber ist mit all den Strassenkindern? Was mit all den Müllsammlern, Autowäschern und Schuhputzern, die keine wetterfeste Bleibe haben; was ist mit dem fünfjährigen, barfüssigen Jungen, der Autoscheiben verschmiert, um ein paar Münzen Mitleid zu ergattern? Ihnen hilft niemand.

Die Kälte nimmt keine Rücksicht, weder auf Arme noch auf Vertriebene. Heute habe ich Bilder von den Flüchtlingscamps im Libanon gesehen… Die Syrer konnten zwar vor den Kämpfern des IS fliehen, stehen nun aber dem Kältetod gegenüber.

Quelle: Reuters
Quelle: AFP/Getty Images

Quelle: AFP / STR.

Der Winter hat erst angefangen.


Nach Charlie Hebdo

Die schreckliche Tat gegen Karikaturisten in Paris beschäftigt die Medienwelt und all jene, die für Freiheit in jedem Sinne stehen.

Aus Solidarität habe auch ich spontan  auf Facebook „Je suis Charlie“ (ich bin Charlie) gepostet. Doch wenn ich ehrlich bin, bin ich weit davon entfernt.

Jeder Journalist, Schriftsteller, Zeichner und Filmemacher muss sich ständig mit der Frage auseinandersetzen „Wie weit darf ich gehen?“. Zwischen dem, was gerne geäussert werden möchte oder sollte, und dem, wie die Veröffentlichung von extremistischen Randgruppen interpretiert wird, liegt inzwischen nur noch eine schier undurchsichtige Linie. Extremisten nehmen Publikationen als Vorwand, fühlen sich betupft und greifen zu Bomben und Maschinengewehren, um ihre Ansicht über ihre Religion zu verteidigen.

Zum gleichen Lager gehören all die Diktatoren und Armeen, die jegliche Kritik an ihrer Person, ihrem Führungsstil, am Regime, an ihren Verletzungen der Menschenrechte und ihren Unterlassungen unterdrücken. Diese Stimmen werden sofort zum Schweigen gebracht. Wobei ich nun bei Ägypten bin.

Seit El Sisi dem Regime vorsteht, wird freie Meinungsäusserung gezielt und offen bekämpft. Zeitungsartikel werden vor Druck geprüft und bei Missfallen von der Zensur gestoppt. Journalisten, die nicht Sprachrohr des Regimes sein wollen, werden verfolgt und ins Gefängnis gesteckt oder sonst wie „unschädlich“ gemacht.

Wohin führt es, wenn niemand mehr seine Meinung ausdrücken darf? Wenn die Medien gleichgeschaltet sind, wenn Kritik zum Schweigen gebracht wird, wenn Schreiberlinge und Filmemacher nur noch beschönigen und verherrlichen?

Was sind das für Religionen, Herrscher und Diktatoren, die Angst vor Worten und Bildern haben? Haben sie das Recht, das selbständige Denken und die freie Meinungsäusserung einzuschränken und Menschen zu Schafen verkommen zu lassen?

Die Antwort kann jeder für sich selbst finden; man sehe sich nur in der Welt um, die Folgen sind bekannt.

Seit El Sisi an der Macht ist, habe auch ich mit meinem kleinen, unbedeutenden Blog Zurückhaltung geübt, weil ich aus meinem engsten Umfeld gewarnt worden bin. Es fällt mir schwer, mich zurück zu halten. Ich habe versucht, mich momentan nicht über die hiesige Politik zu äussern. Ich bin nicht Charlie, ich habe nicht die Courage dazu. Meine Unversehrtheit ist mir wichtig. Ist das Egoismus? Ist es Vernunft? Wenn ich etwas schreibe, wird es keinen Einfluss auf das Weltgeschehen haben - aber es kann einen Einfluss auf mein Leben haben.

Genau das ist es, was religiöse Fanatiker, Herrscher und Diktatoren wollen. Wer hat den Mut, die Unvernunft, die Unverfrorenheit oder einfach den Gerechtigkeitssinn, DAGEGEN anzustehen? Charlie Hebdos Karikaturisten hatten sie.


1. Januar 2015

Glückliches neues Jahr

Ich wünsche allen hier und dort draussen ein

Glückliches 2015

möge es uns das bringen, was wir dringend brauchen, und auch das, was wir uns so sehnlichst wünschen.

27. Dezember 2014

Weihnachten bei Muslimen

Auch Muslime feiern Weihnachten, so unglaublich sich das anhören mag. Es war und ist in Ägypten Tradition – vor allem in gebildeten Schichten – alle Feste über Religionen hinweg gemeinsam zu feiern. Christen feiern das Ende des Ramadans, nehmen am Fastenbrechen teil, und Muslime ihrerseits feiern Weihnachten.

Am 25. Dezember war ich zu (muslimischen) Freunden zum Weihnachtsessen eingeladen. Ein hübsch dekorierter Christbaum leuchtete im Wohnzimmer; darunter lagen Geschenke für die Freunde. Zwei Tische waren festlich gedeckt und auf der Küchentheke präsentierten die Gastgeber das Ergebnis mehrstündigen Kochens: ein Festmenü mit Truthahn, Koschari (ein Gericht aus Reis, Nudeln, Linsen und Kichererbsen – darüber werden Tomatensauce und geröstete Zwiebeln gegeben), Bami (ein orientalisches Gemüse), Mahschi (bitte das „H“ stark aussprechen; mit Reis gefülltes Gemüse), Reis mit Nüssen und Leber, Fleischkuchen, Yoghurt-Sauce, Sambusa (Teigtaschen mit Käse gefüllt) und weitere ägyptische Köstlichkeiten. Ein wahres Festmenü!



Die Gastgeberin strahlte vor Glück und Freude, denn Weihnachten bedeutet für sie Wiedergeburt und Neuanfang, und damit Vertrauen und Hoffnung auf bessere Zeiten. Gar nicht so viel anders, wie es die gläubigen Christen sehen. Einzig Alkohol fehlte – aber auch das kann vorkommen.

Und gleich nebenan hat der Nachbar für zwei Tage seine Villa vermietet. Schwarz verschleierte Frauen – mein Gastgeber vermutete Salafisten – und ihre Ehemänner und Familien feierten eine Hochzeit. Riesige Lautsprecher versorgten das Quartier mit dröhnender Popmusik - nonstop. Salafisten und Musik – das sollte eigentlich auch nicht sein, aber es war so. Ägypten eben.